Sri Lanka- Eine Prise Kultur und was man über den Straßenverkehr wissen sollte

Eine lange Autofahrt und die Höhlentempel von Dambulla

Unser Tag hat heute mit einer Runde Tetris spielen im Auto begonnen. Nachdem unser Guide Saman zum ersten Mal unser Gepäck gesehen hat, ist er sichtlich blass geworden. Unter den neugierigen Blicken vieler Hotelangestellter und meiner Wenigkeit haben Chris und Saman begonnen den Kofferraum mehrfach ein- und auszuräumen bis sie schließlich alles passgenau verstaut haben. So ist das eben, wenn man ein wenig Tauchgepäck dabei hat. Unser Guide hat sowas wohl noch nicht erlebt und auch ich habe nicht schlecht gestaunt, was er noch alles aus dem Kofferraum gezaubert hat. Bei einer Autopanne wären wir in der Tat sehr gut ausgerüstet gewesen.

Mit einem erleichterten Saman haben wir uns dann auf den langen Weg nach Dambulla gemacht.

Heute haben wir eine wichtige Lektion auf Sri Lanka gelernt: Nicht anhand der Karte die vermutliche Fahrtzeit abschätzen und auf die vermutliche Fahrtzeit vom Guide locker mindestens noch mal eine Stunde aufschlagen. Dann kommt es vielleicht hin…..

Kommen wir gleich zur zweiten wichtigen Lektion im Straßenverkehr: Wer größer ist gewinnt. Die Busse und LKW´s rasen über die mal mehr oder mal weniger gut ausgebauten Straßen und unser Guide war mit seinem schicken roten Flitzer immer auf der Hut.

Und die dritte Lektion besagt: Es ist immer noch Platz für ein Tuk-Tuk. Diese kleinen Flitzer sind gefühlt überall, quetschen sich noch in jede Lücke und erscheinen aus dem Nichts. Straßenregeln scheinen für Tuk-Tuks nicht zu gelten. Gerade in Colombo haben wir gemerkt, dass es wohl die einfachste Art ist, sich vorwärts zu bewegen.

Soviel zu unseren Beobachtungen während unserer langen Autofahrt nach Dambulla. Irgendwann am Nachmittag sind wir dann auch in unserem schönen Hotel angekommen.

Stilvoll dinieren im Hotel Signature by Amaya bei Dambulla Sri Lanka
Ein wunderschönes naturnahes Hotel mit großer Parkanlage-Signature by Amaya bei Dambulla

Wir erkunden den Höhlentempel von Dambulla

Am späteren Nachmittag sind wir dann endlich zum berühmten Dambulla Höhlentempel gefahren. Ganz wichtig ist es, sich am Fuße des Berges ein Ticket zu kaufen und nicht sofort hochzulaufen. Wir hatten Glück und die Ticketmaschine war gerade defekt, so dass wir ausnahmsweise doch gleich Richtung Tempel gehen konnten. Der Weg ist steil und es ist heiß. Bloß nicht in der Mittagshitze hier hochgehen. Der Aufstieg wird durch ein paar in den Bäumen und auf den Wegen herumturnenden Affen versüßt. Oben angekommen gilt das übliche Ritual mit Schuhe ausziehen und züchtig Schultern und Knie bedecken.

Als ob ich es geahnt hätte wurde selbstverständlich am Eingang ein Ticket von uns gefordert. Nach Erklärung der Sachlage mit der defekten Ticketmaschine kam zunächst der Vorschlag, dass diese jetzt wieder funktionieren würde und wir wieder runterlaufen könnten und uns ein Ticket kaufen. Nachdem ich dem Herrn freundlich erklärt habe, was ich davon halte bei der Hitze nochmal hier hochzulaufen war die Sache erledigt und wir wurden dann doch durchgewunken. Bevor er sich es noch anders überlegen konnte sind wir schnell Richtung erster Höhle verschwunden.

Der Tempelkomplex besteht aus fünf Felsenhöhlen, die in den Berg eingelassen sind. Die Größte misst fast 40m. Das Besondere an den Höhlen sind die vielen Wandmalereien und natürlich Unmengen an Buddha Statuen. Um nicht die Wandmalereien zu schädigen sollte hier unbedingt ohne Blitz fotografiert werden. Klar im Vorteil wer ein Stativ dabei hat. Ist aber nicht zwingend notwendig, da die Höhlen recht gut ausgeleuchtet sind. Wenn nicht gerade eine Touristengruppe in die Höhle eingefallen ist, herrscht hier eine bedächtige ruhige Stimmung. Uns hat dieser Tempel sehr gut gefallen, da es doch mal etwas Anderes war als die vielen Tempel, die wir schon gesehen haben.

Bedächtige Ruhe im Hoehlentempel von Dambulla
Sonnenuntergang über den Bergen am Höhlentempel von Dambulla Sri Lanka

Da es schon dämmerte bis wir den Berg wieder herunterliefen, sind wir noch gemütlich essen gegangen und dann ins Hotel gefahren. Hier war der ganze parkähnliche Garten mit vielen kleinen Lampions erleuchtet, was bezaubernd aussah. Später gab es noch eine Tanzshow, auf die wir in Erwartung eines touristischen Spektakels, verzichteten. Unser Guide hat sich die Show angeschaut und war überraschenderweise total begeistert. Ist doch ein kleiner Tourist der Saman….

Morgen wollen wir Elefanten sehen, drückt uns die Daumen!

Gefällt Dir dieser Beitrag? Dann teile ihn!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü