Sri Lanka- Inmitten von Teeplantagen und Wanderung zum World´s End

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Irgendwo zwischen Nuwara Eliya und Horton Plains

Wir verlassen Kandy Richtung Nuwara Eliya und freuen uns schon sehr auf ein wenig Ruhe und Natur. Zunächst steht eine längere Autofahrt über Serpentinen und Berge an und wir genießen einfach nur den Ausblick. Ein kleiner Stopp an den vielen Teeplantagen bietet sich auf dem Weg gut an, um ein wenig über das Gebräu zu erfahren. Gesagt, getan und schon stehen wir in einer Teefabrik und dürfen alles über Tee und dessen Produktion lernen. Jetzt wissen wir unter anderem, dass aus der gleichen Pflanze sowohl schwarzer wie auch weißer Tee produziert wird und dass es unglaubliche Qualitätsunterschiede gibt. Selbstverständlich konnten wir nach der Führung durch die Fabrikhallen gleich mal die verschiedenen Teesorten verköstigen. Wir Banausen schmecken ehrlich gesagt keinen richtigen Unterschied, so dass wir auch davon abgesehen haben, den teuren Tee im Fabrikshop zu kaufen. Wir haben uns später welchen im Supermarkt gekauft, hat auch gut geschmeckt.

Teefabrik bei Nuwara Eliya Sri Lanka
Bei einer Teeplantage im Hochland Sri Lankas

Ein kurzer Stopp in Nuwara Eliya

Nach so viel Tee erstmal ein wenig Ablenkung in Nuwara Eliya (häufig Nuvareliya ausgesprochen). Die Stadt liegt auf 1800m und hat ein angenehmes europäisches Klima. Für unseren Guide definitiv zu kalt. Er hat sich als erstes Ohrenwärmer gekauft, die hier an jeder Ecke angeboten werden. Die nächsten Tage sollten wir Saman nicht mehr ohne seine Ohrpuschel sehen. Chris ist wie immer mit Shirt und kurzer Hose rumgelaufen. Ein interessanter Anblick die beiden.

Nuwara Eliya selbst ist ein kleines Städtchen mit deutlichem britisch-kolonialen Einschlag. Hier finden sich schöne Häuser, eine Rennbahn, ein Golfplatz und viele Touristen. Wir konnten uns nicht so recht begeistern. Daher also zügiger Aufbruch zu unserem Hotel.

Posthaus in Nuwara Eliya Sri Lanka
Unser Guide Saman Weeratunga und Chris in Nuwara Eliya

Willkommen in den Bergen!

Der Weg zu unserem Hotel gestaltete sich ein wenig abenteuerlich. Sogar Google maps resignierte auf Grund der so abgelegenen Lage und die Anfahrt war wie immer auf Sri Lanka viel länger als gedacht. Es ging immer tiefer in die Berge, die Straße wurde immer enger, bis unser Fahrer ziemlich nervös auf einer Schotterpiste die letzten Kilometer entlangschlich.

Mitten im Nirgendwo steht dann plötzlich ein einladendes steinernes Haus auf dem Berg. Wir werden freundlich empfangen und können erstmal im schicken kolonial eingerichtetem Wohnzimmer unseren Tee aus feinem Porzellan trinken. Heute geht es also ein wenig nobler zu. In unserem Zimmer wehen die weißen Gardinen am offenen Fenster sanft im Wind und wir genießen die angenehme Kühle der Berge. Ein großes Himmelbett, Kamin und schmuckes Badezimmer mit freistehender Badewanne mit Füßchen stehen zur Verfügung. Sehr schön!

Sri Lanka Hotels-Jetwing Warwick Garden, ein alter Teebungalow auf dem Land
Sri Lanka-Hotels-Warwick Garden-Schlafzimmer mit Himmelbett

Einblicke in das Dorfleben

Wir machen uns erstmal dran, die Umgebung zu erkunden. Wir wandern durch die Teeplantagen und ein nahegelegenes kleines Dorf. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Menschen gehen mit großen Gefäßen zur Wasserstelle, andere sitzen auf der Veranda und Kinder winken uns fröhlich zu. Zufälligerweise erscheint eine Gruppe von Teepflückerinnen um ihre gesammelten Blätter unter dem strengen Blick des Aufsehers abwiegen zu lassen. Danach wird alles mit einem kleinem LKW abtransportiert.

Das Leben scheint hier nicht einfach zu sein. Die Menschen sind jedoch sehr freundlich und spätestens als ich versucht habe selbst einen Teesack zu tragen lachen alle.

Teepflückerin bei Nuwara Eliya
Dorfkinder beim Wasserholen
Oma mit Kind in Nuwara Eliya
Teepflückerinnen beim Abwiegen des Tees

Eine völlig andere Welt

Abends saßen wir an einer großen edel eingedeckten Tafel und konnten mit den anderen Gästen fein dinieren. Das Ambiente war sehr stimmungsvoll und wir hatten einen schönen Abend.

Verglichen mit letzter Nacht in Kandy mit dem Hotel an der Hauptstraße, war dies hier ein Traum. Wir haben außer Natur nichts, aber wirklich Garnichts, gehört.

Stilvolles Abendessen im Jetwing Warwick Gardens Sri Lanka

Horton Plains wir kommen!

Am Morgen merken wir, dass es in den Bergen doch ein wenig frisch wird und ich fröstel gewaltig. Was heißt hier Morgen? Es ist eigentlich noch mitten in der Nacht. Unsere heutige Etappe führt uns in den Nationalpark Horton Plains, da heißt es früh ankommen, sonst sind die Wolken vor uns da und wir sehen vom World´s End nichts mehr.

Mit einer riesigen Breakfast-Box geht es los. Naja, im Schneckentempo in der Dunkelheit über die Schotterpiste. So eine gute Stunde ist man dann schon unterwegs.

In Horton Plains angekommen sehen wir gleich, dass wir nicht die ersten sind und schon ein paar Wolken auf dem Weg sind. Also auf zur Wanderung. In Anbetracht des Wetters zog unser Guide es heute ausnahmsweise mal vor im Auto zu warten.

World´s End Sri Lanka
Nebelwald im Nationalpark Horton Plains Sri Lanka

Schneller als die Wolken zum World´s End

Nebelschwaden hängen zwischen den Bergen und uns verlässt die Hoffnung, dass wir das legendäre World´s End sehen werden. Im straffen Tempo geht es also über steinige Wege und Trampelpfade die Hügel hoch und runter. Um uns herum ein schöner schroffer Nebelwald und teils auch mit Bächen durchzogene offene Landschaften.

Der Wettergott ist tatsächlich noch gnädig zu uns. Wir kommen kurz vor zehn am World´s End an und haben einen grandiosen Blick in das Tal. Über 800 Meter geht es hier steil bergab und es eröffnet sich der Blick bis zur Tiefebene. Sehr beeindruckend!

Und keine zwei Minuten später kommt die Wolkenwand und wir sehen außer Nebel nichts mehr. Hatten wir ein Glück!

World´s End ohne Wolken
Wolkenwand am World´s End Sri Lanka

Völlig durchnässt, aber happy…

Ganz gemächlich führt uns die Wanderung weiter zu einem Wasserfall, der ganz nett, aber nicht übermäßig spektakulär, anzuschauen ist. Und dann kommt der Regen. Der letzte Teil der Wanderung wird zu einer klammen, recht feuchten Angelegenheit und wir sind ziemlich froh, als wir endlich den Ausgang erreichen und uns umziehen können.

Zusammengefasst eine sehr schöne Wanderung und eine ganz andere Vegetation, wie wir es bisher auf Sri Lanka erlebt haben. Wir empfehlen euch, unbedingt vernünftige Schuhe zu tragen, da die Wege im Park teilweise recht bescheiden sind. Der ca. 9km lange Rundweg ist gut ausgeschildert und ihr solltet in Anbetracht der Wolken am besten zuerst zum World´s End und dann zum Wasserfall gehen und nicht andersherum. Sinnvollerweise beginnt ihr die Wanderung so früh wie möglich. Aktuell öffnet der Park um 6 Uhr morgens, also ganz schön früh.

Uns haben die zwei Tage in den Bergen sehr gut gefallen. Wir hätten hier auch länger bleiben können…

Fotoshootings bei Nuwara Eliya Sri Lanka
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