Sri Lanka- Da ist ein Elefant, haltet bitte die Zeit für mich an!

Pidurangala, Sigiriya und Kaudulla National Park

Der Wecker klingelt und draußen ist es noch dunkel. Etwas widerwillig stehen wir auf, da wir uns vorgenommen haben heute den Sonnenaufgang am See in unserer Hotelanlage zu fotografieren. Also Kuschelpullover an, Kamera und Stativ geschnappt und auf zum See. Wir laufen durch einen großen parkähnlichen Garten, der noch komplett im Dunkeln liegt.

Am See angekommen wissen wir, dass sich das frühe Aufstehen definitiv gelohnt hat. Noch ist alles im Dunst versteckt, aber als es langsam heller wird, verfliegt der Nebel und alles erwacht um uns herum. Die ersten Fischer fahren auf den See hinaus und wir sehen plötzlich viele Vögel um uns herum. Langsam kommt ein Heißluftballon über den See geschwebt und dann kommt der Moment, als die Sonne über dem Berg aufgeht und den See in leuchtende Farben taucht. Was für eine schöne Szenerie.

Heißluftballon im Morgennebel in Sri Lanka
Hotels Sri Lanka-Sonnenaufgang im Signature by Amaya

Ein sehr gelungener Morgen. Und jetzt erstmal eine Tasse Tee!

Frisch gestärkt erreichen wir später nach kurzer Autofahrt den berühmten Sigiriyafelsen und haben zunächst einen kleinen Fotostopp an der Straße gemacht, um Übersichtsaufnahmen zu schießen. Die Guides kennen natürlich die üblichen Aussichtspunkte.

Hier wird es in der Tat langsam touristisch und die ersten sind auf den Rücken von Elefanten vorbeigeschaukelt gekommen. Den meisten hätte es gut getan sich selbst mal ein wenig zu bewegen, die armen Elefanten!

Es steht einem nun frei den im jeden Reiseführer angepriesenen und reisegruppentauglich ausgebauten Felsen Sigiriya für ca. 30 Dollar wie ein Lemming zu erklimmen. Das war jetzt bös, sah aber in der Tat wirklich so aus.

Oder man klettert auf den „günstigen“ Felsen Pidurangala, der ganz in der Nähe ist und natürlich den gleichen Ausblick wie Sigiriya bietet, nur, dass man auf die berühmten Felsenmalereien der Wolkenmädchen verzichten muss. Da wir erst gestern ganz viele Malereien im Höhlentempel in Dambulla gesehen haben, entschieden wir uns für Option 2 Pidurangala.

Sigiriya Felsen Sri Lanka

Kletterpartie Pidurangala

Ihr braucht gute Schuhe, mit Flip-Flops werdet ihr fluchen. Am Fuße des Berges geht man zunächst durch einen Tempel, so dass man dementsprechend gekleidet sein sollte oder das mittlerweile immer eingesteckte Tuch zum Schulterbedecken zückt.

Mosquitospray ist auch sinnvoll, da der Großteil des schattigen Weges von Bäumen gesäumt wird und die Biester echt hungrig sind. Dadurch, dass man aber kaum in der prallen Sonne klettern muss, kann man den Aufstieg auch problemlos noch später am Tag machen.

Der zu Beginn ganz nette steinerne Weg verjüngt sich immer mehr und mehr, wird zu einem Trampelpfad und zuletzt klettert man über große Felsbrocken. Mit Rucksack auf dem Rücken war das nicht immer möglich, aber man hat sich gegenseitig geholfen und auch das letzte knifflige Stück gemeistert. Uns hat es einfach nur Spaß gemacht.

Einmal oben angekommen weht ein angenehmer Wind und man kann den Ausblick über die Tiefebene und dem Sigiriyafelsen voll und ganz genießen. Mit einem mitkletternden Japaner haben wir gemeinsam Wasabikekse geknabbert und uns einfach nur gefreut hier sein zu dürfen. Gehört definitiv auf die Liste der places to get lost.

Klettern Pidurangala Sri Lanka
Pidurangala-Sri Lanka
Pidurangala Sigiriya Aussicht von oben-Sri Lanka-Reiseblog

Auf zu den Elefanten!

Nach einer Stärkung, die wir uns redlich verdient haben, geht es zum nächsten Highlight für mich. Zum ersten Mal im Leben wildlebende Elefanten sehen.

Unser Guide hat uns den Kaudulla National Park empfohlen, daher sind wir dorthin gefahren. Alternativ gibt es in der Gegend noch den Minneriya Park, der wohl recht ähnlich, aber etwas stärker frequentiert sein soll. Für den Park muss man sich einen Jeep mit Fahrer organisieren, welche an jeder Ecke zu finden ist. Lieber auf die Empfehlung der Guides bezüglich eines Jeepfahrers achten als auf den Preis. Kurz zuvor hatte es wohl einen schlimmen Unfall gegeben. Soviel nebenbei.

Sehr überraschend haben wir „meinen“ ersten Elefanten auf dem Weg zum Park am Straßenrand der viel befahrenen Straße gesehen. Da stand er und hat gefressen. Das nenne ich Gelassenheit. Kurz zuvor hatten wir uns noch über die vielen Elefanten-Warnschilder am Straßenrand gewundert. Für Autofahrer scheint das nachts eine gefährliche Strecke zu sein, da die Elefanten sich natürlich nicht so genau an die Parkgrenzen halten und auch so einige Tricks kennen die Zäune zu umgehen.

Sri Lanka Elefant am Straßenrand

Wann solltet ihr auf Safari gehen?

Am besten besucht man einen Park morgens oder am späten Nachmittag. In der Hitze des Tages halten sich die Tiere versteckt, die sind da etwas intelligenter wie wir.

Mit dem Jeep und drei Verrückten mit Kameras, unser Saman ist da kein bisschen besser wie wir, ging es los. Unser Jeep war oben offen, so dass man auch stehen konnte und einen besseren Überblick hatte. Gleich zu Anfang haben wir am Flussbett einen kleinen Waran gesehen.

Nach kurzer Fahrt verlässt man den Wald und es eröffnet sich eine weite Ebene um einen See herum. Hier gibt es viele verschiedene Vögel zu sehen, deren Namen ich leider nicht kenne. Aber sie waren schön und sehr zahlreich vorhanden. Ich witzel schon immer, dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht zu Hobbyornithologen werden.

Und dann waren sie da. Die Elefanten! Eine ganze Herde mit bestimmt 20 Tieren friedlich am Fressen vor dem See. Sogar Baby-Elefanten waren mit dabei. Was soll ich noch weiter dazu sagen. Ein Traum!

Elefantenherde in Sri Lanka
Elefantenherde mit Baby-Sri Lanka

Und weiter geht die Safari…

Was haben wir noch gesehen? Viele Pfauen. Was ich nicht wusste ist, dass diese extrem laut schreien. Die Katzen, die ich letzte Nacht gehört habe waren in Wirklichkeit Pfaue. Eine Reise bildet schon immens….

Wir haben Ceylonhühner gesehen, das war der Moment als unser Guide fast ausflippte. Für uns sahen sie auch wie das gemeine deutsche Huhn, wir haben halt einfach keine Ahnung.

Das war es im Großen und Ganzen, ist halt nicht Afrika. Fassen wir zusammen: Elefanten, Vögel und eine schöne Landschaft.

Ganz am Ende der Safari als die untergehende Sonne langsam die Szenerie in ein schönes Gold tauchte, kam noch ein einzelner großer Elefant aus dem Wald. Haltet bitte die Zeit für mich an.

Elefant im Abendlicht-Sri Lanka

Sri Lanka du hast uns heute viele Orte gezeigt, an denen wir verweilen könnten! Wir sind einfach nur glücklich!

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