Myanmar- Das Balloon Festival in Taunggyi

Sie explodieren, sie leuchten, sie schweben, sie faszinieren!

November ist in Myanmar generell eine gute Reisezeit, aber es ist eine noch bessere Zeit, um das Balloon Festival in Taunggyi zu erleben, welches eines der spannendsten Festivitäten im Lande ist. In dem touristisch wenig bekannten Ort Taunggyi nordöstlich des Inle-Lake findet das landesweit bekannte Hot Air Balloon Festival statt, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.

Die Anreise nach Taunggyi

Taunggyi erreicht man am schnellsten mit einem Inlandsflug von Yangon nach Heho, was sicherlich die komfortabelste Anreise ist. Alternativ gibt es mittlerweile auch Busse von Yangon, die wir jedoch nicht genutzt haben und daher nicht viel dazu sagen können. Mit einem Privat Guide oder Fahrer wäre die Strecke von Yangon aus definitiv auch gut zu bewältigen. Vom Flughafen Heho starten die meisten Touren an den Inle-See, so dass sich der Ausflug zum Balloon Festival gut in eine Rundreise durch Myanmar einbinden lässt. 

Bunte Boote auf dem Inle See in Myanmar

Wine Tasting in Myanmar

Auf dem Weg vom Inle-Lake nach Taunggyi bietet sich ein kleiner Stopp auf einem Weingut an, was wir nur empfehlen können. Ein kleine Wanderung durch die Weinberge und ein kleines Tasting auf der Terrasse lassen den Tag entspannt werden. Zugegebenermaßen ist es nicht der beste Wein, den wir je getrunken haben, aber ich würde sagen für Myanmar war es schon ok 😉

Weingut in Myanmar

Das Balloon Festival in der Nacht

In Taunggyi angekommen steuern wir gleich am ersten Abend den am Rande der Stadt liegenden Festplatz an. Im Dunkeln schieben sich Autoschlangen und Roller Richtung Festival. Die Straße ist voll und daher gehen wir das letzte Stück zu Fuß. Angekommen zeigt sich ein großer Festplatz umringt von Straßenständen und kleinen Fahrgeschäften. Mittig im abgesperrten Bereich sehen wir schon den ersten Ballon und kurz darauf auch die Polizei, die zielstrebig auf uns zusteuert. Kurz sackt uns das Herz in die Hose, nur um danach vor Freude zu springen. Da wurde uns doch spontan die Absperrung zur Seite geschoben, so dass wir direkt auf den Festplatz gehen konnten, um näher am Geschehen zu sein. Hier ist man als Tourist noch eine kleine Attraktion. Bevor wir uns ins Getümmel stürzen konnten, gab es jedoch erstmal eine ernste Instruktion von unserem Guide: „Wenn die Jungs mit den Fackeln kommen, unbedingt vom Ballon weggehen und immer schön auf den Himmel achten.“ 

Es gab in den letzten Jahren leider immer wieder, teils auch tödliche Unfälle, wenn das Feuerwerk schon in der Menge losging, der Ballon beim Aufstieg hängenblieb oder sich auch selbst entzündete und wieder vom Himmel fiel. Mutti wurde vorsichtshalber gleich mal im Arm untergehakt und ein Aussichtsplatz in der Nähe der stationierten Feuerwehr angesteuert. 

Rein ins Getümmel

Trommeln und laute Musik erklingen und ein zusammengefalteter Ballon wird in einem Autokorso auf den Festplatz gefahren. Die Gruppe, die den Ballon gefertigt hat begleitet den Korso ausgelassen tanzend. Schnell wird der Ballon ausgepackt und innen mit lodernden Fackeln angezündet. Der Ballon richtet sich auf und zeigt seine volle Schönheit. In monatelanger Handarbeit wird dieser nur für den heutigen Abend gefertigt und jeder Ballon trägt ein anderes Design.

Nun schnell Abstand halten, denn der Korb mit Feuerwerk wird angehängt und entzündet. Langsam erhebt sich der Ballon und kurz darauf fängt das Feuerwerk an. Das ist ein Spektakel! Jeder klebt mit seinen Augen am Ballon der Feuerwerk ausspuckend gen Himmel steigt. Noch minutenlang kann der Flug verfolgt werden, bis nur noch ganz in der Ferne des dunklen Himmels kleine Funken sprühen.

Ruhige Minuten in Taunggyi

Schon kommt der nächste laute Einzug. Diesmal geht es beschaulicher zu, denn dies ist ein Ballon, der in gefühlt stundenlanger Kleinarbeit von oben bis unten mit kleinen Teelichtern und nicht mit Feuerwerk behängt wird. Leise gleitet der Ballon dann als leuchtende Kugel in den Himmel und wir sind einfach nur fasziniert. 

Bis tief in die Nacht geht es so weiter. Je später der Abend, desto voller und wilder wird es auf dem Platz. Erstaunlicherweise sind wir fast die einzigen Touristen und wie immer in Myanmar werden wir von allen freundlich lächelnd empfangen. 

Unser Fazit des Abends: Das Ballon Festival in Taunggyi ist einfach nur faszinierend!

Aufhängen von Teelichtern an den Ballon in Taunggyi

Ein Himmel voller Tiere

Am nächsten Tag erleben wir das Ballon Festival im Hellen und stehen inmitten von Familien, Kindern, Mönchen, Journalisten und einer Menge Feuerwehrleuten auf dem Festplatz. Es wird Zuckerwatte verkauft und irgendwie kommt so ein richtiges Kirmesgefühl auf. 

Um uns herum sehen wir ganz viele bunte Ballons in Tier- und Fantasieformen. Diese sind zwar kleiner als die Ballons in der Nacht, aber in Farben und Formen total schön. Teilweise werden die Ballons von ganzen Dörfern gefertigt, die diese dann stolz präsentieren. 

Um uns herum steigen Pferde, Schildkröten, Vögel, Minions und viele andere Gestalten in die Luft. Manche schaffen es nicht ganz in die Luft, andere fangen in der Luft auch mal Feuer und stürzen wieder ab. Ein anderer verhedderte sich in einem Aufbau und fing dort Feuer…Es war also richtig was los!

Balloons in der Luft

Unsere Tipps für das Taunggyi Balloon Festival:

-Immer schön vorsichtig sein. Offenes Feuer verträgt sich nicht immer mit Ballons und Feuerwerkskörpern.

-Taunggyi liegt in den Bergen und es wird nachts ganz schön kalt. Eine gute Jacke sollte daher im Gepäck nicht fehlen.

-Unsere Unterkunft war das Shwe Kaun Hotel . Zentral und sauber. 

-Wer von Ballons noch nicht genug hat, der sollte unbedingt noch eine Heißluftballonfahrt in Bagan unternehmen…

Last but not least: Wer im November in Myanmar ist, sollte sich dieses Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen! 

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