Irland- Landleben im Country House

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Stilvoll übernachten im Temple House

Eines der Highlights unserer Irland-Reise war das Temple House in der Nähe von Sligo. Nach vielen Standard-B&B´s und Hotels, war diese Unterkunft eine willkommene Abwechslung.

Für einen kurzen Moment konnten wir in eine andere Zeit eintauchen und das irische Luxuslandleben in vollen Zügen genießen.

Da unsere gesamte Irlandreise sehr spontan und ziemlich planlos war, haben wir auch diese Unterkunft erst einen Tag vorher gebucht, was problemlos geklappt hat. Während unserer Reise folgten wir mehr oder weniger der Küste, so dass sich dieses B&B gut anbot, da es ohne größere Umwege vom Wild Atlantic Way zu erreichen ist.

Auch ohne Navi haben wir den Weg gefunden, dabei aber immer schön auf die mini-kleinen Schilder achten.

Von der Straße aus sieht man zunächst ein stattliches Eingangstor zum Anwesen. Über einen kleinen Weg fährt man durch ein großes parkähnliches Anwesen, an jeder Ecke stehen Schafe und es wirkt einfach verdammt irisch. Das Anwesen ist nicht gerade klein und es dauert ein bisschen bis endlich das Haus zu sehen ist.

Es zeigt sich eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch. Ein schönes herrschaftliches Haus, im Hintergrund ein See und eine alte Burgruine. Und dazwischen grüne Wiesen mit Schafen und vielen kleinen Lämmchen. So stellt man sich doch Irland vor!

Angekommen in einer anderen Zeit

Wir wurden herzlich vom Hausherrn Roderick empfangen und erhielten zunächst mal eine kleine Führung durch das große Haus. Hohe Decken und große Räume empfingen uns und es wirkte, als ob man eine andere Welt in einer anderen Zeit betritt. Sehr überrascht waren über das „eigene“ Kaminzimmer mit Blick in den Garten, in dem wir zunächst den obligatorischen Afternoon-Tea einnahmen.

Da wir Ende April die einzigen Gäste waren, kamen wir in den Genuss uns jedes Schlafzimmer anschauen zu dürfen und ich muss sagen, sie sind wirklich alle sehr schön. Schlussendlich haben wir uns für das Zimmer mit Seeblick entschieden (Superior Lake View Double Room-Castle). Zum Zimmer muss ich nicht viel sagen, schaut euch einfach die Bilder an. Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass die Toilette von 1864 ist und natürlich auch über einen Seeblick verfügt. Das hat man schließlich nicht jeden Tag.

Schlafzimmer im Country Style im Temple House Irland
Altes Badezimmer im Country House Irland

Schafe und Burgruinen- Kleines Irland im Garten

Danach machen wir uns erstmal auf, das Anwesen zu erkunden. Dafür stehen im Eingangsbereich Wellies (Gummistiefel) bereit, die wir nehmen dürfen. Das war auch eine weise Entscheidung, da es mitten durch die Wiesen und Schafe geht. Unser Spaziergang führt uns zunächst zu einer Burgruine aus dem 12. Jahrhundert, die quasi neben dem Haupthaus steht. Direkt dahinter erreichen wir schon das Ufer des Sees, der zum Anwesen gehört. Auf eine Bootsfahrt verzichten wir auf Grund einer Wetterfront, die stetig näher auf uns zukommt. Daher spazieren wir einfach noch ein wenig durch das Anwesen und bewundern die süßen Lämmchen.

Burgruine Irland Temple House
Herrschaftlicher Park im Temple House Irland

Es ist möglich, das Abendessen im Haus einzunehmen, was aber vorab angemeldet werden muss, was wir natürlich versäumt haben. Schade, ich vermute, dass es bestimmt gut ist. Wir sind daher nach Empfehlung von Roderick in ein nahe gelegenes Städtchen zum Essen gefahren. Im Anschluss haben wir im Kaminzimmer noch einen kleinen Absacker eingenommen und dem Knistern des Feuers gelauscht. Ist schon ein bisschen romantisch….

Die Nacht war ein Traum! Ein fluffiges Bett und absolute Ruhe. Morgens wurden wir von den Sonnenstrahlen geweckt und haben uns einfach am Leben erfreut. Ein bisschen frisch war es im Zimmer, aber schließlich wohnen wir in einem alten Gemäuer und nicht in einem neu renovierten Luxusresort.

Kaminzimmer Temple House Irland

Kulinarische Genüsse

Das Frühstück wird im Esszimmer eingenommen. Hier finden sich Stuck, Kronleuchter, goldumrandete Ahnenbilder an der Wand und schönes altes Mobiliar. Auf der riesigen Tafel wirkten unsere zwei Gedecke fast ein wenig verloren. Insgesamt war das Frühstück sehr gut, insbesondere das selbstgemachte Müsli blieb mir in Erinnerung. Roderick war ein exzellenter Gastgeber und wir haben uns fast wie die Hausherren gefühlt.

Esszimmer im Temple House Irland
Flur im Temple House-Irland

Wenn Sligo nicht gerade auf eurem Weg liegt, dann könnt ihr auch mal bei Hidden Ireland schauen. Hier gibt es eine gute Auswahl von historischen Privathäusern in (Nord-) Irland, die sicherlich eine schöne Alternative zu einem gewöhnlichen Hotel oder B&B sind.

Abschließend kann ich sagen, dass wir es sehr genossen haben, im Temple House zu sein und wir können euch nur empfehlen hier einen Stopp zu machen.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Das Temple House ist Pflicht auf einer Irland-Rundreise… Es wird wohl nicht mehr auf meiner Reiseroute liegen, denn das nächste mal “Irland” wird sich auf mein Lieblingscounty Galway beschränken und die darin enthaltenen Aran-Inseln. Schön, dass Ihr eine schöne Zeit hattet, ich hätte nie geglaubt, dass “Ihr” mal Irland mögen würdet. Schon alleine bei Deiner Abneigung gegen irische Musik 😉 Liebe Grüße, Mama Bea

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    • Hi Beate,
      manchmal wird man doch von der Welt überrascht. Irland hat uns total gut gefallen, die rauen Landschaften und Küsten, kleine Fischerdörfer und die vielen Burgen und Gemäuer….nur mit der Musik konnte ich mich immer noch nicht anfreunden 😉
      Bald geht´s nach Schottland! Wir sind schon sehr gespannt…
      Liebe Grüße, Dani

      Antworten

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