Ipoh – Mein Geheimtipp für Malaysia

Suchst du noch nach einem Geheimtipp für Malaysia?

Dann ist Ipoh eine gute Wahl für dich!

Obwohl Ipoh eine große Stadt mit fast 700 000 Einwohnern ist, gibt es eine süße kleine Altstadt, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe. Überall sind alte, teils wunderschön marode Häuschen zu sehen, romantische Bogengänge und eine tolle Streetart-Szene. Man kann sich einfach treiben lassen, die Atmosphäre genießen und immer wieder etwas Neues entdecken.

Ich will euch hier gerne mal meine Highlights vorstellen:

 

Streetart in Ipoh

In der gesamten Old Town sind überall kleine und größere Murals zu entdecken. Im Hotel habe ich netterweise einen Stadtplan erhalten, in dem die bekanntesten Bilder markiert sind. Das Ergebnis war, dass ich nach der ersten Ecke immer wieder tolle Motive und Orte gefunden habe und schlussendlich einfach durch die Gassen gestromert bin ohne auf den Plan zu achten. Genau die richtige Herangehensweise um verwunschene Ecken zu finden 😉

Sehr zu empfehlen ist auch die Mural´s Lane, ganz in der Nähe der Old Town, in der ein ganzer Straßenzug nur aus Bildern besteht. Kleine und große Motive, schöne und auch nachdenkliche Bilder, auf jeden Fall sehr interessant und beeindruckend.

 

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Old Town Ipoh und der Heritage Walk

Überall in Old Town sind alte koloniale Gebäude mit historischen Wert verteilt. Man kann sich wunderbar anhand einer Karte orientieren, die es vermutlich in jedem Hotel gibt, und einen kleinen Spaziergang unternehmen. Besonders stolz sind die Einwohner auf ihr kleines Taj Mahal, dem Bahnhof. Mir hat der Spaziergang sehr gut gefallen und viele der Gebäude sind in einem sehr guten Zustand. Überall gibt es zudem kleine Cafes, in denen man wunderbar einkehren kann, wenn es zu anstrengend wird.

Mein Tipp: Am frühen Morgen liegt Old Town noch wie in einem Dornröschenschlaf, ideal für einen  entspannten Spaziergang. Erst am späteren Vormittag fallen die Tagestouristen in die Stadt ein, dann ist es schlagartig aus mit der Ruhe.

 

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Tempel bis zum Umfallen

Wer genug von kolonialen Gebäuden hat, kann in Ipoh auch eine schöne Tempelrunde drehen. Die Tempel liegen alle etwas außerhalb des Zentrums, so dass es sich lohnt seinen eigenen Fahrer zu haben. Am einfachsten nimmt man sich ein Taxi für den Ausflug und handelt einen guten Stundenpreis aus. Eintrittsgelder zu den Tempeln werden nicht verlangt.

 

Kek Lok Tong Tempel

Dieser Tempel blieb mir gut in Erinnerung, da es hier leider verboten ist seinen Hasen mitzunehmen (siehe Foto unten). Ich liebe solche kuriosen Schilder 😉

Über eine kleine Treppe steigt man in eine riesige Höhle in den Berg. Überall sind Tropfsteine und goldene Buddhas, vor denen die Menschen beten. Eine angenehme Brise zieht durch die Höhle, so dass man hier gerne durchspaziert. Wenn man die Höhle komplett durchschreitet, eröffnet sich ein wunderschön angelegter Garten mit Teich. Wenn da nicht eine Fabrik am Horizont stehen würde, wäre die Idylle perfekt. Nichts desto trotz ist der Tempel sehr beeindruckend.

 

Ling Sen Tong Tempel

Der Ling Sen Tong Tempel war mein persönliches Highlight. Ein kitschig bunter Tempel mit noch bunteren Figuren und riesigen Räucherspiralen, die einem fast die Luft wegnehmen. So ein bisschen wie Disney World auf asiatisch. Ich persönlich habe so einen schrillbunten Tempel bisher auf meinen Reisen noch nie gesehen und fand es sehr spannend hier alles zu entdecken.

 

Sam Poh Tong Tempel

Bei diesem Tempel fällt zuerst der wunderschöne Eingangsbereich auf. Hier ist eine Miniaturkarstfelsenlandschaft aufgebaut, die durch ihre vielen kleinen Details imponiert.

Um in den eigentlichen Tempel zu kommen läuft man durch eine kleine Höhle mit diversen goldenen Figürchen. Am Ende angekommen eröffnet sich ein spektakulärer Blick. Von Karstfelsen umrandet zeigt sich ein kleiner idyllischer Garten samt einer schönen Pagode. Die meisten Besucher, so schien es, kommen wegen den Schildkröten, die hier in einem kleinen Becken vermutlich nicht so glücklich leben.

Der Sam Poh Tong und Ling Sen Tong Tempel liegen in der gleichen Straße, in der sich auch noch viele weitere kleine Tempel befinden, die man sich anschauen könnte. Mit hat es ehrlicherweise nach den beschriebenen Tempeln dann auch gereicht. Tempelkoller lässt grüßen.

 

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Little India in Ipoh

Nur ein paar Straßenzüge südlich der Concubine Lane liegt Little India. Ein Geschäft mit Saris reiht sich an das andere, überall klingt indische Musik auf die Straße und ich fühle mich fast wie in Indien. Mit der großen Ausnahme, dass die Menschen hier deutlich freundlicher sind und man als Frau nicht gnadenlos angestarrt wird. Ein absoluter Traum!

Hier findet man alles was das indische Herz begeht und selbstverständlich auch das beste Essen in Town. Ich habe mir hier für wenig Geld ein paar Vorhänge und Kissenbezüge aus Saris schneidern lassen. Wer also noch etwas Außergewöhnliches sucht oder einfach noch ein paar Weihnachtsgeschenke braucht, sollte hier eintauchen. Auf dem Foto seht ihr den Eingang meines Schneiders (Adresse: 71 A, Jalan Sultan Yussuf). Eine ganz liebenswürdige Familie, die ein Bridal Business betreibt und tadellos näht.

 

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Meine Restaurantempfehlung

Der Tipp der indischen Schneiderin: Das Sri Ananda Bahwan. Ich habe mich hier mehrfach maßlos überfressen und kann behaupten, dass alles was ich probiert habe einfach nur richtig gut war. Das Restaurant ist fest in indischer Hand und wirkt sehr authentisch. Wer Ambiente oder ein ruhiges romantisches Dinner sucht ist hier definitiv fehl am Platz, wer aber mit Händen essen möchte und sich an Thalis auf Bananenblättern erfreuen kann, wird es lieben.

Für ein kühles Bier oder einen günstigen chinesischen Nudelsnack nach Mitternacht bietet sich das Sun Yoon Wah an der Ecke Concubine Lane an. Hier werden am späten Nachmittag Tische auf der Straße aufgebaut und man kann inmitten von chinesischen Touristen sein Bierchen genießen. Das geht übrigens auch noch um Mitternacht und hat mich gerettet, als ich bei Ankunft erst so spät vom Busbahnhof kam.

 

 

Anreise nach Ipoh

Das Busnetz in Malaysia ist extrem gut ausgebaut und die Busse waren auf meiner Reise deutlich pünktlicher als zuhause in Deutschland. Tickets kann man über das Internet bequem buchen, alternativ natürlich auch am Schalter vor Ort.

Ich bin direkt vom Flughafen in Kuala Lumpur (KLIA) nach Ipoh gestartet. Die Busse fahren regelmäßig und brauchen ca. 4 Stunden. Der Busterminal in Ipoh ist etwas außerhalb, so dass man noch ein Taxi oder Grab nach Old Town benötigt.

Das Busfahren empfand ich als sehr komfortabel, auch wenn ich die ganze Fahrt über mit Modern Talking und Panflötenmusik gequält wurde. Mein Tipp: Unbedingt warm anziehen, ansonsten wird man auf der Fahrt schockgefrostet.

Eine andere Variante ist die Anreise mit dem Zug, die ich dann für die Rückfahrt nach Kuala Lumpur gewählt habe. Die Tickets sind häufig schnell ausverkauft, so dass man besser ein paar Tage vorher eine Fahrkarte kauft. Dies geht über die geläufigen Buchungsportale im Internet oder direkt am Bahnhof, der sich in der Old Town Ipoh befindet. Im Rahmen des Heritages Walks kommt man automatisch daran vorbei, das riesige koloniale Gebäude ist nicht zu übersehen. Die Zugfahrt war auch sehr komfortabel, pünktlich und verdammt kalt.

 

 

Hotelempfehlung in der Old Town

Eigentlich sollte hier eine gute Empfehlung stehen, aber so mit ganzer Überzeugung kann ich dir keine aus erster Hand geben. Ich war zwei Nächte im Happy 8 Old Town, was ein wirklich schönes Hotel mitten im Zentrum ist. Liebevoll gestaltete Zimmer und viel Ruhe wenn man ein Zimmer zum Hinterhof hinaus hat. Das ganze Hotel selbst ist ein kleines Kunstwerk, von den Treppen, Wandmalereien bis hin zum Toilettenpapierhalter. Für den Preis war der Service ein wenige bescheiden und das Bett recht hart. Ok, jammern auf hohem Niveau. Trotzdem würde ich für meinen nächsten Aufenthalt ein anderes Hotel auf www.booking.com suchen. Die Lage in Old Town ist auf jeden Fall perfekt, um alles zu entdecken.

 

Fazit: Ipoh war für mich ein Highlight in Malaysia und ein Abstecher hierher lohnt sich auf jeden Fall!

 

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